Der Film ist in so ziemlich jeder Hinsicht, ziemlich Heavy Metal. Allerdings nicht zu jeder Zeit. Will sagen, es gibt eigentlich -die meiste Zeit- rein gar nichts zu meckern, aber dann und wann wirkt der Film nicht so gekonnt. Einige Szenen haben mich sogar dezent an Alarm für Cobra 11 erinnert, glücklicherweise haben es die Szenen vor und nach der komischen bis etwas miesen Szene wieder mit extrem gegenteiliger Machart geschafft das sehr gut auszugleichen - es ist praktisch so, dass der Film durchgehend solide bis sehr gut, mit einigen Matt- wie einigen Glanzmomenten, daherkommt. So viel zum Filmischen.
Die Wahl der Schauspieler ist meines Erachtens auch nicht zu verachten, vor allem Bale -der zugegebenermaßen (nur) seine Standardcoolness einsetzt- passt gut zu diesem ab und an nachdenklichen, aber meist hart durchgreifenden Widerstandsführer -apropos Widerstandsführer, der eigentliche Widerstandsführer hat mich an den einen dicken Mann aus den Command & Conquer Videos erinnert, aber das nur so am Rande-. Die Herzdame von Connor wird mal so wenig bis gar nicht beleuchtet, aber wen interessiert das? - Mich nicht, aber immerhin war sie schwanger, ergo kann ihr Sohn auch mal gegen Terminatoren kämpfen!
Marcus -das neue und aufregende Filmelement-, sowie Kyle Reese + kleines, schwarzes, stummes Mädchen mit komischer Haarfrisur machen ihre Sache alle sehr gut, wenn man auch zugeben muss, dass der Anspruch nicht der höchste war - wer in Terminator nach besonders tiefsinnigen Charaktern sucht, wird sicherlich nicht fündig.
Viel wichtiger jedoch: Die Action stimmt, kommt nicht zu kurz, wird aber auch nicht überstrapaziert - einzig dieser Quatsch mit den Motorradtermis die größeren Transformer-Termis von den Beinen springen und dann auf die Jagd gehen fand ich etwas arg spielzeugmäßig und damit nicht ganz stimmig. Terminator zieht seinen Stil irgendwie aus der düsteren und schmutzigen Sci-Fi-Ecke - die wurde sehr gut durch die Inszenierung des Widerstands, der allgemeinen Kriegs- und Lebensumstände, so wie durch die Skynetzentrale dargestellt, hat mir sehr gut gefallen, so muss das aussehen!
(Kleine Logiklücken gibt es natürlich wie in jedem Terminator auch hier - warum zB werden die flüchtenden bzw. im Untergrund lebenden Menschen überhaupt gefangen und nicht gleich getötet [mal abgesehen von Kyle] - Forschung von mir aus, aber doch nicht jedes Balg und niemand über 50 ... naja *schulterzuck*)
Was war sonst noch? - Ich hab' nicht viel erwartet und daran gemessen, war der Film saugut, weder mordsmäßig spektakulär oder unglaublich innovativ, aber ein solider Film, der sich gerne mit meinem Segen Terminator auf die Stirn schreiben darf, wenn das ursprüngliche Terminatorfeeling aus den ersten beiden Teilen auch nicht mehr so wirklich entsteht, auch wenn sich die Filmemacher dann und wann stark darum bemüht haben das ein oder andere Deja-Vu einzubauen, was mal mehr, mal minder gut funktioniert.
Fazit: Kein Plan warum sich Gott und die Terminatorfanbase beschweren - ich find's kool und gut gelungen, wenn auch kein gottgleicher Meilenstein, aber das muss ja auch nicht immer sein.
8.0 von 10.0 Punkten
Der Tyrant und seine Wachen
Vor 2 Jahren
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